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NAS-Datenrettung

Vor einigen Jahren noch eine typische Speicherumgebung in Unternehmen, haben NAS-Systeme mittlerweile Einzug in viele Privathaushalte gehalten. Das liegt vor allem an den günstigen Einstiegsgeräten sowie den dazugehörigen preiswerten Festplattenmedien. Doch trotz aller Vorteile sind die Netzwerkspeicher keineswegs vor einem Datenverlust gefeit. Dann hilft in vielen Fällen nur eine professionelle NAS Datenrettung.

NAS Datenrettung von diversen Herstellern

Wodurch kann es auf Network Attached Storage zum Datenverlust kommen?

Ähnlich wie bei anderen Serversystemen bilden die einzelnen Datenträger den größten Schwachpunkt. Kommt ein redundantes RAID zum Einsatz, verringert sich das Risiko eines Datenverlustes. Auszuschließen ist dieser trotzdem nicht. Versagen eine oder mehrere Festplatten gleichzeitig bzw. unmittelbar nacheinander, können je nach RAID-System Daten verlorengehen. Das Wiederherstellen von Daten ist abhängig von der Art der Schäden und dem eingesetzten System.

Darüber hinaus sind Datenverluste aufgrund fehlerhafter RAID-Controller oder Firmware denkbar. Auch eine Unterbrechung der Stromzufuhr, eine Überhitzung des Gerätes (etwa infolge fehlender Abluft) sowie Überspannungen können zu einem Totalausfall der Speichermedien führen und damit den gesamten Server lahmlegen. Die Recovery Prozedur setzt hier zunächst bei der Instandsetzung der Defekte an.

Neben diesen technischen Problemen kommen ebenso Anwenderfehler als Ursache für einen Datencrash in Frage. Beispielhaft lässt sich hier das versehentliche Löschen von RAID-Konfigurationen oder anderen Daten nennen. Wir als Datarecovery Spezialisten sind auf alle diese Probleme vorbereitet und in fast allen Fällen in der Lage Daten wiederherstellen zu können.

Ursachen für NAS Datenverlust zusammengefasst

  • Ausfall einzelne Festplatte
  • Feuchtigkeit / Überschwemmung
  • Überhitzung und Defekt des Gerätes oder HDD
  • Bedienfehler (Löschen / Formatieren)
  • fehlerhaftes RAID Rebuild (nach Problem mit Festplatte(n))
  • Vertauschen von Festplatten
  • Fehlerhaftes System-Update (Firmwareupdate)
  • Problem mit Dateisystem (ZFX, XFS, EXT3, EXT4, usw.)

Wie funktioniert eine NAS-Datenrettung?

Professionelle NAS Datenrettung durch RecoveryLab

Der Datenrettungsansatz für Network Attached Storage gleicht dem von RAID-Systemen. Zunächst muss die Funktion der kaputten Speichermedien wiederhergestellt werden. Dazu erfolgt beispielsweise eine Reparatur der betroffenen Festplatte in einem Reinraumlabor.

Anschließend müssen die Daten extrahiert und erneut zu einem virtuellen RAID-Array zusammengesetzt werden. Diese äußerst aufwendige Methode kann mitunter mehrere Tage in Anspruch nehmen und sollte nur von Experten auf dem Gebiet der RAID-Datenrettung vorgenommen werden.

NAS Datenrettung durch Datenretter: So geht’s

  • Analyse des Schadens nach Datenverlust
  • Auswertung der vorhandenen RAID-Datenfragmente
  • Datenrettung von einzelner Festplatte im Labor
  • Rohdatengewinnung für weitere Schritte der Datenrettung
  • Logische Rekonstruktion und Datenwiederherstellung
  • Konsistenzprüfungen und ggf. Anpassungen von Datenrettungs-Workflows für bestmögliche Resultate

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Datenrettung von welchen Herstellern?

  • herstellerübergreifende Bearbeitung (alle Hersteller)
  • Acer
  • Buffalo Linkstation (Terrastation, Cloudstation)
  • D-Link
  • Drobo
  • LaCie 2big, 4big, 5big, etc.
  • NetApp Systeme
  • QNAP Turbo Station (TS, SS)
  • Seagate BlackArmor, usw.
  • Synology DiskStation
  • ioSafe Storage (basiert auch Synology)
  • Thecus
  • Western Digital, WD MyCloud

Datenwiederherstellung durch erfahrene  NAS Spezialisten

Wir sind auf die Datenrekonstruktion von HDD, RAID-Systemen und Servern spezialisiert. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und der hochmodernen Ausstattung (inklusive Reinraumlabor) gelingt uns eine Datenrettung in 99 Prozent aller Fälle. Selbst bei selteneren Dateisystemen wie XFS oder ZFS sind wir in der Lage, verlorene Daten zuverlässig wiederherzustellen.

Häufige Fragen zur NAS Datenrettung

Was sollte man bei Datenverlusten beachten?

Streikt der NAS und hat man keinen Zugriff mehr auf seine Daten, gilt es, Ruhe zu bewahren. Sehen Sie unbedingt von eigenhändigen Experimenten in der Hoffnung auf eine Zufallslösung ab. Das Vertauschen ausgefallener Festplatten, das Anschließen der Disks an den Windows-Rechner oder ein mehrfach erfolgloser Neustart des Servers verschlimmern die Lage meist nur noch.

Kontaktieren Sie ein zertifiziertes Unternehmen, das einschlägige Referenzen im Bereich der Datenrekonstruktion vorweisen kann, und übergeben Sie das defekte Gerät. Anschließend können Sie eine fundierte Schadensanalyse und eine professionelle Datenwiederherstellung in Auftrag geben.

Welche Nachteile haben Netzwerkspeicher?

Die Anschaffung eines NAS und der dazugehörigen Festplatten ist heutzutage nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren. Allerdings ist mit immensen Stromkosten zu rechnen, weil die Geräte üblicherweise rund um die Uhr laufen.

Des Weiteren unterscheiden sich die netzgebundenen Speichersysteme der verschiedenen Hersteller teilweise sehr stark voneinander. Das betrifft sowohl die Leistung als auch den Funktionsumfang. Kleinere NAS mit nur einem internen Datenträger sind wesentlich preiswerter zu bekommen als Modelle, die Platz für mehrere Speichermedien bieten. Jedoch haben diese 1-Disk-Speichergeräte einen gewaltigen Nachteil: Es lässt sich kein RAID-Verbund aufbauen, sodass bei einem defekten Datenträger keine Ausfallsicherheit gegeben ist und Daten verlorengehen können.

Doch selbst ein RAID hat seine Tücken. Einerseits laufen auch Netzwerkspeicher, die auf einem Disk-Verbund basieren, keineswegs immer fehlerfrei. Unter bestimmten Umständen können sie ebenfalls von einem Datencrash betroffen sein. Deshalb ist es wichtig, selbst wenn der NAS als Backup-Medium genutzt wird, eine zusätzliche Datensicherung zu erstellen (z. B. in einer Cloud oder auf einem anderen Speicher). Diese Vorsichtsmaßnahme wird leider häufig vernachlässigt.

Andererseits ist die relativ einfach auszuführende Einrichtung des Netzwerkspeichers nicht nur positiv zu beurteilen. Das Manko hierbei: Oft muss bei der Installation nicht einmal der zugrundeliegende Typ des RAID-Arrays ausgewählt werden. Im Falle eines Datencrashs gestaltet sich eine Wiederherstellung allerdings schwieriger, wenn die RAID-Konfiguration nicht bekannt ist.

Welche Vorteile bieten netzgebundene Speicher?

Kleine, preisgünstige NAS können mit nur einer Festplatte bestückt werden. Teurere Modelle warten mit zwölf und mehr HDD-Einschüben auf und bieten somit sehr viel Speichervolumen. Die meisten NAS-Modelle lassen sich einfach installieren, bedienen, verwalten und warten. Bei der Einrichtung hilft ein Installationsassistent.

Ist das Gerät an das Netzwerk angeschlossen, steht es allen Computern, die sich in diesem Netzwerk befinden, ständig zur Verfügung. Das lästige manuelle Anstecken, welches beispielsweise bei einer externen Festplatte erforderlich ist, entfällt. Außerdem lässt sich der Server als Netzlaufwerk direkt in Windows, Linux und Co. einbinden, was eine einfache Handhabung ermöglicht.

Die simple Nutzerverwaltung der Speicherlösungen ist gerade für Familien vorteilhaft. Viele Hersteller stellen ein ausgefeiltes Rechtemanagement bereit. Dadurch kann man selbst bestimmen, wer Zugriff auf welche Festplatten-Bereiche hat und welche Aktionen dort erlaubt sind. So lässt sich etwa definieren, dass die eigene Tochter auf private Fotos, Filme und Audiodateien zugreifen darf, berufliche Dokumente der Eltern für sie jedoch tabu sind.

Schließen Sie das NAS an eine ausreichend schnelle Internetverbindung an, können Sie ihn als Cloud nutzen. Das hat einen großen Vorteil: Sie speichern Ihre persönliche Daten auf einem Server, der Ihnen selbst und nicht Google, Apple oder Co. gehört. Außerdem können Sie dadurch selbst dann auf Ihre Daten zugreifen, wenn Sie nicht zu Hause im eigenen Netzwerk eingeloggt sind. Wichtig ist bei dieser Option allerdings, dass Sie starke Passwörter verwenden, um vertrauliche Daten vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

Aufgrund der integrierten RAID-Verwaltung bieten die meisten netzgebundenen Speicherlösungen zudem vielfältige Möglichkeiten zur Verbesserung der Datensicherheit. Je nach Anzahl der Festplatten-Schnittstellen lassen sich verschiedene RAID-Level einrichten. Ab RAID 1 werden die Daten redundant gespeichert und sind somit relativ gut gegen eventuelle Verluste geschützt.

Des Weiteren lassen sich dank integrierter Backup-Routinen Datensicherungen problemlos automatisieren. Hierfür kann man entweder gezielt die gewünschten Bereiche der HDD auswählen oder den gesamten Computerinhalt speichern. Und da NAS sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erreichen, lassen sich selbst umfangreiche Datenvolumen recht schnell (innerhalb weniger Stunden) sichern.

Wofür nutzen private Anwender NAS ?

Nahezu jedes neue Einfamilienhaus ist mittlerweile mit einem solchen Kleinserver ausgestattet. Ein solches Netzspeichergerät kann zahlreiche Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Typischerweise kommen die Geräte als Medienserver zum Einsatz, um Videos, Musikdateien und Fotos im Netzwerk streamen zu können. Die entsprechenden Dateien lassen sich dann auf den einzelnen PCs im Netzwerk (z. B. Laptop, Smartphone oder Tablet) verwalten und abspielen.

Auch als Backup-Medium und zur Archivierung von Bildern, Filmen und anderen Dateien werden die Mehrplatten-Systeme in privaten Haushalten gern genutzt. Darüber hinaus können sie als Applikationsserver etwa für die Videoüberwachung des Hauses oder zur Authentifizierung eingesetzt werden. Und bei Bedarf bildet ein NAS-System sogar eine eigene Cloud.

RAID Datenrettung – Wiederherstellen von Festplatten-Verbund nach Defekt

Ein regelmäßiges Backup aller wichtigen Daten ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender unerlässlich, um einem totalen Datenverlust vorzubeugen. Schadsoftware, Benutzerfehler, Hardware-Defekte, Blitzschlag – die Liste der möglichen Gefahren ist lang. Weit verbreitet ist die Meinung, dass man mit einem Verbund aus mehreren Festplatten auf der sicheren Seite ist. Einfach eine zusätzliche Festplatte in den Computer geschraubt und fertig ist das RAID-Array, bei dem alle Daten doppelt gespeichert werden und dadurch vor Verlust geschützt sind. Selbst manch eine Computer-Zeitschrift empfiehlt diese Methode der Datensicherung. Doch weit gefehlt! Ein RAID ist als Backup-System ungeeignet. Warum das so ist, erklären wir in diesem Beitrag.

RAID Daten professionell wiederherstellen

Bei einem Datenverlust im Server, NAS oder Storage-System sind oftmals wichtige Dateien und Ordner betroffen. Deshalb sollte die RAID Datenwiederherstellung so professionell wie möglich erfolgen. Um das Schadensausmaß  einschätzen zu können, erfolgt bei uns eine kostenfreie Vorab-Beratung (meist telefonisch). Danach werden die RAID Festplatten abgeholt zur Untersuchung in unserem hauseigenen Datenrettungslabor. Nach der Analyse werden die bereits vorab ermittelten Daten verdichtet und der erforderliche Ablauf zur Wiederherstellung des RAID definiert. Die damit verbundenen Kosten werden schriftlich und verbindlich als Festpreis übermittelt. Die Wiederherstellung der Daten erfolgt je nach Schaden. In den meisten Fällen ist eine Wiederherstellung und Reparatur von defekten Festplatten erforderlich, um die darin enthaltenen RAID Fragmente im nächsten Schritt zu einem vollständigen Array wieder zu rekonstruieren. Da wir vor allem die bestmögliche Datenkonsistenz (Lesbarkeit und Qualität der Daten) anstreben, erfolgen die meisten Schritte manuell durch unsere auf RAID Datenrettung spezialisierten Reverse-Engineers.

Welche RAID Level können wiederhergestellt werden?

  • RAID 0 Datenrettung (gestreifte Datenverteilung)
  • Wiederherstellen von RAID 1 Daten (gespiegelte Festplatten, meist beide HDD defekt oder nicht synchrone Spiegelung )
  • RAID 5 Datenwiederherstellung (nach Ausfall von mehr als einer Festplatte, fehlerhaftem Rebuild oder Controller-Defekten)
  • RAID6,7,10,50 und proprietäre RAID Verbunde (div. Schadenursachen)

Was versteht man unter einem RAID?

RAID ist die Abkürzung für „Redundant Array of Independent Disks“. Zu Deutsch: Voneinander unabhängige Festplatten werden redundant angeordnet. Mehrere physische Speichermedien (in der Regel Festplatten oder SSDs) werden zu einem logischen Laufwerk zusammengeschlossen. Dadurch lassen sich Daten redundant speichern, d. h. sie werden auf mehrere Datenträger gleichzeitig geschrieben. Bei einem Ausfall einzelner oder mehrerer Speichermedien wird somit sichergestellt, dass das RAID als Ganzes weiterhin funktioniert.

Kaputte Disks lassen sich im laufenden Betrieb austauschen. Währenddessen kann ungehindert im Netzwerk weitergearbeitet werden. Das ist gerade für Unternehmen, die Betriebsstillstände vermeiden wollen, von entscheidender Bedeutung. RAIDs bilden demzufolge eine gute Möglichkeit, um sich vor einem Festplattenfehler oder -defekt zu schützen. Sie erhöhen zwar den Ausfallschutz. Die beschriebene Redundanz entspricht jedoch keiner Datensicherung.

Welche Varianten kommen oft zum Einsatz?

Es existieren verschiedene RAID-Konfigurationen. Am weitesten verbreitet sind die RAID-Level 0, 1 und 5. Beim RAID 0 handelt es sich um einen Verbund aus zwei gleich großen Festplatten. Die zu speichernden Daten werden dabei abwechselnd auf eine der beiden Disks geschrieben. Dieses Vorgehen beschleunigt die Schreib- und Leseprozesse, ermöglicht also ein schnelleres Arbeiten. Im Hinblick auf die Datensicherheit bringt ein RAID 0 jedoch keine Vorteile. Fällt eine Platte aus, sind alle im Laufwerk-Verbund gespeicherten Daten verloren.

Eine redundante Speicherung aller Daten ist erst ab dem RAID 1-Level gegeben, wobei es sich ebenfalls um eine Anordnung aus mindestens zwei Festplatten handelt. Hier werden die Daten auf beiden Platten gespeichert. Der Anwender sichert die Daten auf einem Medium. Diese werden anschließend automatisch auf den zweiten Datenträger kopiert. Das erhöht für den Fall, dass ein Speichermedium versagt, die Datensicherheit.

Ein RAID 5 besteht aus drei oder mehr Disks, die zu einem Laufwerk zusammengeschlossen werden. Ähnlich wie beim RAID 0 werden auch hier die Daten auf die einzelnen Medien verteilt. Zusätzlich werden Parity-Daten gesichert, die eine Datenwiederherstellung ermöglichen, falls eine Platte ausfällt. RAID 5-Arrays werden gern für Unternehmens-Server eingesetzt. Denn mit der Anzahl der angeschlossenen Festplatten erhöht sich die Performance des Systems.

Neben den vorgestellten standardisierten Leveln existieren noch proprietäre, also herstellereigene RAID-Systeme. Synology (Hybrid RAID) und Overland (Dynamic RAID) bieten beispielsweise solche Speicherkonzepte an. Die flexiblen RAID-Konfigurationen zeichnen sich durch eine vereinfachte, benutzerfreundliche Bedienung aus. Sie ermöglichen zudem eine hohe Speicherausnutzung, wobei sich das Datenvolumen bequem erweitern lässt. Darüber hinaus kann die Redundanz individuell festgelegt werden.

Trotz aller Vorteile weisen herstellerspezifische Disk-Verbunde einen großen Nachteil auf: Sie erschweren im Fall eines Crashs die Wiederherstellung der Dateien. Da die Systeme nicht dokumentiert sind, gelingt eine Rekonstruktion meist nur professionellen Datenrettern, die über viel Erfahrung und umfangreiches Know-how verfügen.

Wie funktioniert der Disk-Verbund?

Der Zusammenschluss der einzelnen Datenträger zu einem RAID kann unterschiedlich erfolgen. Unternehmen greifen bevorzugt auf Hardware-RAIDs zurück. Die Konfiguration und Verwaltung des Festplatten-Verbundes übernimmt hier ein Controller, sodass der Hauptprozessor des Computers oder Servers entlastet wird. Die Vorteile liegen in einer sehr guten Performance und dem zusätzlichen Fehlerschutz.

Diese Variante ist teurer als ein Software-RAID, bei dem das Management des Arrays vom Betriebssystem übernommen wird. Dadurch sinkt jedoch die Performance. Außerdem lassen sich nicht alle gängigen RAID-Level abbilden. Der Mittelweg ist das sogenannte Host-RAID, bei dem Mainboard sowie Firmware die Aufgaben des Controllers übernehmen. Hierbei trägt ebenfalls der Computer-Prozessor die Hauptlast.

Wie bereits erläutert wurde, werden bei einem RAID die Daten gleichzeitig auf mehreren Festplatten gesichert. Das bietet Schutz, wenn eine Festplatte versagt. Nun könnte man folglich denken, dass ein RAID-Array eine gute Möglichkeit der Datensicherung ist. Schließlich werden alle Daten automatisch auf mehrere Speichermedien kopiert. Legt man manuell ein Backup an, tut man ja das gleiche. Analysiert man die Funktionsweise eines RAID-Systems jedoch genauer, fällt auf: Es werden nicht einfach nur Daten kopiert.

In einem RAID-Verbund wird jede Änderung an den Originaldaten automatisch ebenfalls an den duplizierten Daten auf den anderen Festplatten ausgeführt. Das gilt nicht nur für das Kopieren, Verschieben oder Umbenennen, sondern auch für das Löschen und Überschreiben von Dateien. Löscht der Computer-Benutzer also versehentlich Daten, wird dieser Vorgang automatisch auf allen Speichermedien im Verbund ausgeführt. Bei einem Backup wird eine separate, unabhängige Kopie wichtiger Daten angelegt, um die Datensicherheit zu erhöhen. Gehen die Originaldaten verloren, kann man auf die Kopie zurückgreifen und die Daten wiederherstellen.

Was sind häufige Ursachen für Datencrashs bei RAIDs?

Oft bewirken Anwenderfehler einen Datenverlust im RAID-Array. Dazu gehört neben dem versehentlichen Löschen von Dateien auch die Formatierung des Laufwerkes. Gefährlich wird es außerdem, wenn der Benutzer Firmware-Updates oder Reorganisationsprozesse vorzeitig abbricht (z. B. indem er die Stromzufuhr abrupt trennt).

Darüber hinaus gibt es viele weitere Fälle, bei denen ein RAID als Backup versagt. Schadsoftware wie beispielsweise Viren befallen alle im Disk-Verbund gespeicherten Daten. Auch Hardware-Fehler (z. B. am RAID-Controller) können zu einem totalen Datencrash führen. Problematisch kann es zudem werden, wenn mehrere Speichermedien in kurzen Zeitabständen versagen. Und wird der Computer gestohlen oder kommt er abhanden, sind die Daten im RAID-Array gleichfalls weg.

Des Weiteren sind oft Datenverluste zu beklagen, wenn das Array falsch initialisiert wird, die Konfiguration verloren geht oder die Paritätsberechnung falsch erfolgt. Ebenso kann es fatale Auswirkungen auf die im RAID-Verbund gespeicherten Daten haben, wenn ein Blitzschlag, ein Brand oder ein Wasserschaden den Rechner und somit die Disks außer Gefecht setzen. Als Backup-Systeme sind RAID-Arrays also nicht geeignet.

Wie sichert man seine Daten am besten?

Nutzt man ein RAID, ist trotzdem eine regelmäßige Datensicherung auf einem vom PC unabhängigen Speichermedium unerlässlich. Externe Festplatten, USB-Sticks, CDs/DVDs oder Magnetbänder kommen hierfür z. B. infrage. Gerade im Hinblick auf die erwähnten Naturkatastrophen wie etwa ein Hochwasser macht es Sinn, wenn man einen Datenträger mit den gesicherten Daten an einem separaten Ort (also nicht im Büro oder in der eigenen Wohnung) aufbewahrt.

Windows 10-Nutzern bietet Microsoft mit dem Menü „Sichern und Wiederherstellen“ eine komfortable Backup-Lösung. Diese eignet sich sowohl für Privatnutzer als auch für kleine Büros im Soho-Bereich (Small Office, Home-Office). Zudem gibt es zahlreiche Programme, die dem PC-User bei der Erstellung einer Datensicherung helfen. Softwarehersteller wie beispielsweise Paragon oder Ashampoo bieten nicht nur kommerzielle Backup-Lösungen, sondern ebenso abgespeckte Freeware an.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich seit einigen Jahren die Methode der Cloud-Datensicherung. Diese Variante ist nicht nur für Privatpersonen sinnvoll, sondern gleichfalls für Unternehmen empfehlenswert. Dabei kopiert man seine Daten zum Rechenzentrum eines Dienstleisters, wo die Backups sicher verwahrt werden.

Um beschädigte RAID-Arrays wiederherstellen zu können, sind umfangreiche Fachkenntnisse über deren Aufbau und Funktionsweise notwendig. Wir sind seit Jahren auf die RAID-Datenrettung spezialisiert und nutzen dafür eigens entwickelte Technologien. Dadurch können wir selbst verloren geglaubte Daten von seltenen Varianten (RAID 6 oder 7) rekonstruieren. Das gelingt auch, wenn uns die vorherige Konfiguration nicht bekannt ist oder der Original-Controller fehlt. Unsere Erfolgsquote beträgt annähernd 100 Prozent.