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Datenrettung nach Elektronikschaden / Überspannung

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Eine mangelhafte Energieversorgung kann für IT-Geräte gefährlich werden. Überspannungen infolge von Blitzeinschlägen oder unvermittelte Stromausfälle können Computer und Datenträger beschädigen und somit auch Datenverluste auf Festplatten oder Flashspeichern verursachen. Doch es gibt nützliche Maßnahmen und Schutzvorrichtungen, mit denen sich der Worst Case vermeiden lässt.

Welche Gefahr geht von Überspannungen oder Stromschwankungen aus?

Die Versorgungsnetze in unseren Breiten sind in der Regel so gut ausgebaut, dass ihnen Überspannungen nichts anhaben können. Doch in anderen Ländern kann sich die Situation anders darstellen: Mitunter entsprechen die Infrastrukturen nicht unseren Standards und bieten keinen ausreichenden Schutz vor Überspannungen. Auch Stromschwankungen, fehlerhafte Spannungen oder ein abruptes Zusammenbrechen der Stromversorgung sind bei mangelhaften lokalen Stromnetzen nicht auszuschließen. Solche Vorfälle können gerade auf Geschäftsreisen oder im Urlaub unerwartete Datencrashs hervorrufen.

Aufgrund ihrer elektronischen Steuerung sind Festplatten jeglicher Art besonders anfällig für Überspannungsschäden – gerade bei Gewittern, die natürlich auch bei uns vorkommen. Gleiches gilt für SSD-Speicher, Flash-Datenträger (wie beispielsweise Speicherkarten oder USB-Sticks) und RAID-Systeme, da diese aus Festplatten oder SSDs (Solid State Disks) zusammengesetzt sind. Optischen Medien (z. B. CDs, DVDs, BluRays) können hingegen Überspannungen nichts anhaben, da sie nicht an die Stromversorgung des Rechners gekoppelt sind.

Können defekte Netzteile, kaputte Kabel und elektrische Geräte für Elektronikschäden verantwortlich sein?

Oft unterschätzt sind mangelhafte Geräte und Netzteile. Billige elektronische Geräte aus Fernost werden meist mit minderwertigen Netzteilen und Kabeln ausgestattet. Häufig ist der Querschnitt der Kabel viel zu klein, um die notwendige elektrische Energie dauerhaft zu transportieren. Die Kabel werden dann schnell heiß und können sogar in Brand geraten. Deshalb sollte vor allem in Unternehmen jährlich eine Überprüfung aller eingesetzten elektrischen Geräte veranlasst werden, um Spannungsschäden an Festplatte und Co. zu vermeiden.

Wie äußern sich Schäden nach Blitzeinschlägen typischerweise?

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Überspannungsschaden auf dem PCB einer Festplatte, verschmorte Elektronik sorgt für Datenverlust

Ist der Blitz eingeschlagen, lässt sich das entsprechende Gerät meist nicht mehr hochfahren oder einzelne HHDs (Hard Disk Drives) bzw. SSDs reagieren nicht mehr oder werden vom PC nicht mehr erkannt. Auch ein unangenehmer, verschmorter Geruch kann auf eine Zerstörung von Elektronikkomponenten hindeuten. Macht die Festplatte ungewöhnliche Geräusche, hat die Überspannung womöglich einen Head-Crash ausgelöst. In einem solchen Fall ist eine Datenwiederherstellung meist sehr aufwändig und kann oft nur durch professionelle Datenrettungsfirmen realisiert werden.

Startet der NAS-Server nicht mehr oder ist das RAID-Array nicht mehr verfügbar, kann auch hier ein Überspannungsschaden die Ursache sein. Beschädigte oder gelöschte Firmware kann ebenfalls auf einen Blitzeinschlag zurückzuführen sein.

Welche Datenträger sind bei Stromausfällen besonders gefährdet?

Wie eine von der University of Ohio und HP durchgeführte Studie ergab, reagieren insbesondere SSDs anfällig bei plötzlichen Stromausfällen. Getestet wurden 15 Flash-Chips, die sich gerade bei Unternehmen zunehmender Beliebtheit erfreuen, weil sie schneller und stabiler als herkömmliche Festplatten laufen. Wurde der Strom im laufenden Betrieb abgedreht, waren anschließend bei 13 der untersuchten Speichermedien Daten verschwunden. Fehlerhafte Bits oder Metadaten oder sogar Komplettausfälle waren zu verzeichnen.

Selbst kurzfristige Stromschwankungen können gefährlich werden – vor allem während der Schreibvorgänge. Kritische Daten sollten deshalb nicht ausschließlich auf SSDs gespeichert werden. „Auch wenn Stromausfälle leicht zu verhindern scheinen, zeigen die Erfahrungen doch, dass sie durchaus häufiger vorkommen – auch in sehr ausgeklügelten Datenzentren wie jenen von Amazon“, lautet das Fazit der Tester.

Wie erkennt man einen Datenverlust bei Elektronikschaden?

  • Festplatte wird nicht erkannt (z.B. nach Elektronikschaden des PCB)
  • Festplatte macht laute Geräusche, klackert (Folgeschaden Headcrash nach Überspannung)
  • Server / NAS startet nicht mehr, lässt sich nicht mehr hochfahren (meist bei starken Spannungsspitzen in Kombination mit mehrfachem Festplattendefekt)
  • verschmorter Geruch in Kombination mit anderen Symptomen (kein Datenzugriff mehr möglich)

Welche Vorsichtsmaßnahmen können einen Datenverlust verhindern?

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Eine USV schützt das Speichergerät (Hier: Synology NAS Server) gegen Stromausfall und Überspannung

Um die Computer-Hardware gegen Überspannungen und Stromschwankungen zu wappnen, bieten sich verschiedene Schutzeinrichtungen an. Am geläufigsten ist die Verwendung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). USV-Geräte werden zwischen Steckdose und der zu schützenden Hardware geschaltet und rüsten das angeschlossene System gegen Unter- und Überspannungen sowie Stromausfälle. Sie gewährleisten eine Notstromversorgung und glätten die ankommende Spannung, sodass Überspannungen abgefangen werden, bevor sie die interne Stromversorgung von Computern oder Servern erreichen.

Besonders bei NAS-Servern, auf denen wichtige Daten abgelegt sind, die dauerhaft verfügbar sein müssen, ist man mit dem Kauf eines zusätzlichen Überspannungsschutzes gut beraten. Auch die Integration von Spannungsfiltern in empfindliche elektronische Geräte oder Netzteile hilft gegen elektrische Störungen wie Spannungsspitzen oder Fehlspannungen. Für den Privatgebrauch ist die Verwendung von Zwischensteckern, die die Computertechnik gegen Überspannungen schützen, empfehlenswert.

Einige SSDs sind außerdem mit einem kleinen Akkumulator, dem sogenannten „Super-Cap“, ausgestattet. Dieser soll bei einem Spannungsverlust dafür sorgen, dass gerade ausgeführte Schreibvorgänge noch abgeschlossen werden können. Die so abgesicherten Geräte sind allerdings wesentlich teurer als die Varianten ohne diesen Schutz. USV-Geräte sind da meist die preiswertere Alternative.

Warum muss man auch die Blitzschutzeinrichtung am Gebäude im Auge haben?

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Marode Stromversorgung und veraltete elektrische Verkabelung kann zu elektronischen Problemen bei Speichermedien führen

Doch nicht nur an der Hardware selbst sollte beim Schutz angesetzt werden. Auch die am Gebäude installierten Blitzschutzeinrichtungen müssen funktionstüchtig sein. Deren richtige Installation ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb sollte man den Objekteigentümer ruhig fragen, wann das System zum letzten Mal fachmännisch geprüft wurde. Bei einer fehlerhaften Installation der Schutzvorrichtungen können Überspannungen infolge eines Blitzeinschlages einen Kurzschluss verursachen und die an das Netz angeschlossenen Geräte gefährden.

Für NAS und RAID-Arrays sollte man nach Möglichkeit auf einen eigenen Stromkreis zurückgreifen. Um die Festplatten vor einem Datenverlust zu schützen, ist es ebenfalls sinnvoll, möglichst wenige weitere Geräte an diesen Stromkreis anzuschließen. Wenn ein Gewitter droht und man wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, ist es ratsam, alle Geräte mit Datenträgern – ganz gleich, ob Desktop-PC, Notebook oder Tablet – auszuschalten und das Netzkabel aus der Steckdose zu ziehen. Auch bevor man in den Urlaub fährt, sollte man vorsichtshalber jegliche Elektronik von der Stromzufuhr trennen.

Kommt eine Versicherung für Stromschäden auf?

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auch ein defekter Stecker kann zu Problemen mit Überspannungen und Kurzschluss führen. Abbildung eines Smartphones mit defektem USB-Netzstecker

Im Schadensfall ist es hilfreich, wenn man eine Versicherung gegen Blitzschlag hat. Für Defekte an elektronischen Geräten kommt in der Regel die Hausratversicherung auf. Sind durch eine Überspannung allerdings wichtige Daten verloren gegangen, muss das Wiederherstellen dieser meist separat versichert werden. Eine Elektronikversicherung ist hier eine gute Wahl, wenn man die Kosten einer professionellen Datenrekonstruktion nicht selbst tragen will.

Warum sind eigene Rettungsversuche keine gute Idee?

Sollte es infolge von Überspannungen, Stromschwankungen oder abrupten Stromausfällen zu einem Datencrash gekommen sein, ist von Selbsthilfeversuchen dringend abzuraten. Am besten sollte man das betroffene Gerät sofort ausschalten und sich an ein professionelles Datenrettungsunternehmen wenden. Denn nur Spezialisten verfügen über das notwendige Know-how und die erforderliche technische Ausstattung (z. B. Reinraumlabore und spezielle Softwaretools), um verlorene Daten einwandfrei wiederherzustellen. Bei fehlerhaften Datenträgern kann jeder zusätzliche Schreibvorgang das Ausmaß des Datenverlustes noch verschlimmern. Unsachgemäße Eingriffe verkomplizieren und verteuern eine anschließende Datenrekonstruktion unnötig.

Im Falle eines Datencrashs bieten wir eine kompetente Beratung, die kostenfreie Vor-Ort-Abholung des defekten Mediums und eine Datenrettung durch Spezialisten – auf Wunsch auch in Express-Geschwindigkeit. Eine langjährige Branchenerfahrung, hochmoderne Labore und ein Lager mit über 100.000 Ersatzteilen ermöglichen es uns, Daten schnell und sicher wiederherzustellen. Unsere Erfolgsquote liegt bei über 99 %.